WSClock

Inzwischen ist dies nun meine dritte Selfmade-Uhr. Sie sieht endlich mal wieder einigermaßen wie eine Uhr aus – rund und leserlich, vorausgesetzt, der richtige Modus ist aktiv. Mal sehen, welche unleserlichen Formate ich noch einbaue.

Die Hardware ist simpel:

  • DS3231 Real Time Clock
  • ATmega328 MCU
  • 60 WS2812B LEDs

Die WS2812 sind entgegen des Uhrzeigersinns im Kreis angeordnet. Entgegen, da dann die Masse bei den vorkonfektionierten LEDs (mit Kondensator und Widerstand) dann im Innenkreis liegen. Im Code ist das kein großer Aufwand.

Der Code ist auch sehr abgespeckt, von der Größe würde er auch auf einen ATtiny passen – wäre auch eine Überlegung für die Zukunft wert. Mittels der Adafruit Neo Pixel Library werden einfach nur die Pixel entsprechend gesetzt.

Klassicher Modus

Klassicher Modus, hier 04:31:17.

Der klassische Modus lässt lediglich die Pixel aufleuchten, wo gerade die Zeiger stehen würden. In der Version war noch blau für die Stunden, grün für Minuten und rot für Sekunden. Rot und Blau sind inzwischen getauscht, damit die anderen Modi noch erkennbar sind.

Modus II – hier 04:32:28

Modus II zeigt dann mathematifiziert ∑i = 0n, wobei n = {Sekunde, Minute, Stunde}, gleiche Farbwahl, wie vorher auch. Doch hier zeigte sich dann das Problem mit dieser Farbkodierung: ist es 11 Uhr, dann sind 55 LEDs auf blau, ob jetzt grün dazu gekommen ist, erkennt man nicht mehr ganz genau. Wenn alle blauen LEDs jede Minute komplett zurückgesetzt werden, erkennt man deutlich regelmäßiger die aktuelle Uhrzeit ohne großes Rätselraten.

Beachten sollte man auch den Stromverbrauch. Aktuell betreibe ich die Uhr mit einem 500mA USB-Netzteil, muss das System aber regelmäßig zurücksetzten, da es dann doch zu viel Strom zieht und der Atmel dann nicht mehr weiter arbeitet. Irgendwas muss ich mir da noch einfallen lassen. Zumindest wird aktuell schon einmal die Helligkeit kompensiert – sollte in einem Pixel mehrere Farben leuchten, so werden sie so gedimmt, dass die Helligkeit zu den Anderen wieder passt. Eine automatische Helligkeitsanpassung an die Umgebung ist wie bei jeder meiner Uhren gegeben.

Vielleicht kann man dafür mal Platinen im großen Stil fertigen lassen, wenn Interesse besteht. Die Komponenten sind vom Preis her nicht der große Kostenfaktor, hauptsächlich wird das dann von der Platine und dem Arbeitsaufwand abhängen. Der Durchmesser beträgt aktuell 20cm.

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Dieser Eintrag wurde veröffentlicht in Allgemein von Luca Zimmermann. Permanenter Link des Eintrags.

Über Luca Zimmermann

Programmiere seit ich 12 bin und habe einen Hang zur Elektronik seit ich denken kann. Studiere aktuell angewandte Informatik an der Hochschule Hannover. Hier moderiere ich das Forum, warte den Server, bin China-Zwischenhändler und kümmer mich um noch so einiges. Beantworte alle Fragen, sofern möglich, gerne auch im Forum. Fast 24/7 erreichbar.