64″ LED Videowand

Wen faszinieren LEDs, bewegte Bilder und Überdimensioniertes nicht?
Eines Tages setzte ich mir den Gedanken in den Kopf, eine Videowand zu bauen. Nach ein wenig Googlen fand ich dann auch schon die ersten teuren Wände, die fertig zu kaufen waren. Es sollte weder überteuert, noch sollte es schon fertig sein. Also ging die Suche weiter. Dann stoß ich auf die WS2811 und deren Nachfolger, wenig später auch auf eine Library dazu. Zu guter Letzt auch noch auf den Beitrag von Olaf, welcher mich letzten Endes auch zum netten und geselligen Stammtisch bewegte.

Das Ganze wird es auch auf der Maker Faire 2014 zu sehen geben.

Wenn ihr diesem überdimensionierten Projekt widerstehen könnt, dann dürft ihr jetzt weiterlesen.

Planung:
Bevor man anfängt für hunderte von Euros in China LEDs einzukaufen, sollte man sich den Anforderungen an dieses Projekt bewusst werden.
Um die LEDs mit der Library betreiben zu können, muss sich die Anzahl der LEDs in der Höhe durch 8 teilen lassen (zwei CAT-Kabel, je 4 Datenleitungen), daraus ergab sich bei mir auch der Wert von 48 LEDs. In der Breite habe ich 86 für ein Seitenverhältnis von 16:9 gewählt.
Die LEDs gibt es in verschiedenen Ausführungen:

  • WS2812 – veraltete Version, sollte man nicht mehr nutzen
  • WS2811 – LEDs und IC separat, man sollte drauf achten, dass jede LED einen eigenen IC hat, sonst kann man beispielsweise die LEDs nur in Dreierblöcken ansprechen.
  • WS2812B – hier ist der IC direkt in die LED integriert. Zudem lässt sich der Strom von beiden Seiten einspeisen.

Zudem kommt auch noch die Pixeldichte. Ich habe mich für 60 LEDs/m entschieden, es gibt Varianten von 30, 32, 60, 120 bis 144 LEDs/m
Der Strom kommt aus der Steckdose – oder so ähnlich. Jede LED zieht bis zu 0.25 W (voll weiß). Dementsprechend sollte man die Stromversorgung skalieren. Für meine insgesamt 4128 LEDs wären das im Worst-Case 1032 W. Im 5 V-Bereich gibt es Treiber mit bis zu 70 A, entsprechend 350 W. Man sollte lieber ein wenig Leistung über haben, als dass nachher einem die Netzteile abrauchen. Für meinen Fall wären 4 x 40 A=1 kW 32 W zu wenig, Risiko. Also lieber 4 x 60 A = 1,2 kW – 168 W im Plus.
Ein Teensy 3.1 kann bis zu 8864 LEDs alleine bei 30Hz ansteuern und hat noch 14 % RAM übrig. Für die, die noch größenwahnsinniger sind: kein Problem! Die Teensys lassen sich untereinander Koppeln, sodass sie synchronisiert eine noch größere Anzahl an LEDs antreiben können. Nur irgendwann macht da der Sicherungskasten (normale Sicherung 16 A -> knapp 6 kW) einem einen Strich durch die Rechnung.


 

Kosten etwas überschlagen und bei Alibaba eine Anzeige eingestellt. Bei der Vielzahl von Angeboten lässt man sich dann doch lieber von vielen Händlern einen guten Preis unterbreiten, als alle einzeln anzuschreiben. WorldSemi ist der Produzent der WS281X (wie das Kürzel WS verrät), jedoch gibt es Händler bei Alibaba, die diese Preise sogar unterbieten (jedoch von WorldSemi einkaufen). Nächte gechattet, bis endlich der Preis grob stimmte, dann noch 4 Spannungswandler raus gehandelt und per WesternUnion überwiesen (in diesem Falle sollte man auf das „Gold Supplier“ Symbol bei Alibaba achten – diese Personen sind vertrauenswürdig, wurden überprüft. Des Weiteren gibt es für alle Sanktionen, falls etwas nicht stimmen sollte). In Deutschland bekommt man für 90 € einen Kurier für ein kleines Paket von A nach B, in China für 90 $ DHL Express mit Lieferung innerhalb von 1-2 Tagen. Am 30.04. versandt, 01.05. Feiertag und am 02.05. um 11 Uhr angeliefert. Besser geht es (selbst national) nicht. An der Tür noch die nicht unerhebliche Zollgebühr entrichten (MwSt. plus bis zu 14% Zoll – ihr kauft im nicht-EU-Ausland aus deutscher Sicht netto ein, bei Sendungen unter 20 € wird jedoch nichts berechnet) und da war der Karton.

Bei der Verkabelung sollte man auf den Querschnitt achten. Ich habe 0,75 mm Litze genommen (zweiadriges Lautsprecherkabel zu 100 m gibt es für 12 € bei eBay). Die Maximallänge je Einspeisung liegt bei 5 Metern. Um Spannungsabfall im großen Maße zu verhindern, habe ich jeden Streifen immer neu eingespeist. Die Kupferbahnen auf den Streifen sind so schmal, dass Spannungsabfall vorprogrammiert ist. Besonders schlimm: GND ist schmaler als ein Millimeter und hat neben 5 V mit dem größten Durchsatz zu kämpfen. Die Daten werden jedes mal über den eingebauten WS2811 Chip verstärkt ausgegeben, sodass hier eigentlich nicht viel Kupfer nötigt wäre. Intern arbeiten die LEDs mit einem Shiftregister, welches asynchron angesprochen wird. Das heißt, die Daten kommen nur über eine Leitung an und die Zeiten von 0 und 1 sind hier spezifisch, keine Clock (vgl. UART – SPI).

Auf der Holzplatte habe ich zuerst die ganzen Positionen links und rechts aufgezeichnet. Hierbei lohnt es sich einen Streifen zu nehmen und an den Schnittmarkierungen die Kante anzuzeichnen. Dadurch gibt es dann ein Pixelverhältnis von 1:1. Das ganze natürlich vorher schön zentrieren 😉
Beim Aufkleben ist eine Aluleiste oder sonstiges langes, gerades eine große Hilfe. Krumm und schief sieht das nicht gut aus. Die Streifen jedoch immer wechselseitig kleben, bedeutet: erste Zeile zeigt nach rechts (Pfeile auf den Streifen), zweite nach links, usw.
Ebenso muss dann auch mit den Kabeln für die Daten verfahren werden:
Die 8 Gruppen werden von jeweils einem Datenstrang „gefüttert“, also müssen diese auch nur Gruppenweise verbunden werden. Die Einspeisung startet links (im Sketch gibt es die Option auch für Einspeisung von rechts), am Ende eines Streifens (folgend der Pfeilrichtung) ist dann DO mit DI (teilweise ist die Bezeichnung sehr inkonsistent, also nicht wundern, wenn DI und DO andersherum bezeichnet sind) in der nächsten Zeile zu verbinden. Für meinen Fall waren das dann immer 6 Zeilen S-Förmig verbunden.
Die Einspeisung der Daten erfolgt über CAT-6-Kabel – hier ein 3 m Kabel einmal halbieren und anlöten. Für die genaue farbliche Verdrahtung am besten die Dokumentation des Teensy-Adapters angucken.
Daten und Stromversorgung haben unterschiedliche Massen. Um auch bei den Daten dem Spannungsabfall entgegenzuwirken, habe ich innerhalb der Gruppen die Massen auf der linken Seite jeweils verbunden (da wo die Daten eingespeist werden). Nicht unbedingt notwendig, aber zur Sicherheit 😉
Der Teensy selbst kann über eine Stromversorgung mit versorgt werden (5 V und GND Pins am Adapter), oder über USB. Bei USB ist es nur Plug & Play, bei einem Netzteil muss vorher noch die Kontaktplatte auf der Rückseite des Boards durchtrennt werden, um zu verhindern, dass der angeschlossene Computer durch den Rückfluss zerstört wird (siehe „Teensy 3.0 Power“). Dann kann ein Sketch jedoch nur bei laufendem Netzteil auf das Board geladen werden.

Bei der Ansteuerung als solches habe ich dann aber doch auf Existentes zurückgegriffen und so den Teensy 3.1 mit dem Adapter bei Exp-Tech geordert, nachdem mein Paket aus den USA verschollen war. Teensys lassen sich mit einem Mod der Arduino Anwendung (<= 1.0.5, ansonsten muss man ein paar Ordner der neuen Struktur anpassen) ruck zuck programmieren. Die Library lässt sich mit der Installation auch einfach mit installieren. Ansonsten ist sie zusammen mit dem Processing Sketch in einer ZIP enthalten. Den Processing Sketch habe ich um eine praktische GUI mit verschiedenen Elementen erweitert:

OCTOWS GUI

Das ganze lässt sich auch mit meiner Maschine MK II über MIDI ansteuern – ist letztendlich ein großgewordener DMX-Controller.

In den Videos hört man die Stromstärken-gesteuerten Netzteile (entgegen des Aufklebers Temperaturgesteuert zu sein, richtet es sich nach der Amperezahl). Das Flackern kommt durch Überlagerung der Eigenfrequenz der LEDs, der Wiederholrate (30 Hz) und der Frequenz der Kamera.

Neben der GUI habe ich auch noch Tetris und Snake programmiert, unter anderem mit einem Bluetooth Gamepad, aber dazu in einem anderem Projekt…

*Info: In diesem Beitrag verweisen orangefarbende Links auf Affiliates.

38 Gedanken zu „64″ LED Videowand

  1. Hi,
    finde das Projekt Super (vorallem in der Größe) bin da vor kurzem auch drauf gestoßen und möchte mir gerne auch so etwas bauen. Als Bibliothek wolte ich auch OctoWs2811 benutzen. Da ich das ganze auch über Processing betreiben möchte, wollte ich dich fragen ob du auch deine geniale Sound Software teilst ? Würde mich sehr interessieren 😀 Hatte noch die Idee ein Screen Capturer für Processing zu schreiben. Sollte auch fertig sein, kann es nur soweit noch nicht testen, wenn ich dir das mal schicken könnte ?
    Viele Grüße
    Patrick

      • Hallo Luca,
        da ich das Display zwar mittlerweile noch habe, aber eine längere Pause in diesem Bereich gemacht habe und du sehr schöne Ideen bezüglich der Programmierung hast, wollte ich dich nochmal Fragen ob du mir vielleicht nochmal eine aktuelle Variante deiner Video Software schicken könntest. Vielen Dank schonmal im voruas 😉

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  3. Pingback: WS2812B Videowall | TechSndStrm

  4. Hello Luca,

    Woow, Respekt mit den über 4000 LED’s! 🙂
    Ich hätte da schon etwas Respekt davor..
    Bei mir sind es etwas weniger – insgesammt 64 WS2812B. Leider konnte ich aber keine strips kaufen weil ich die LED’s in meinem Projekt anders anordnen muss. Nachteil dabei ist natürlich das ich die Kondensatoren selber für jede einzelne LED anöten muss.

    Meine Frage ist ob man auf dem Streifen sieht welche Kondensatoren verwendet wurden. Es sind wohl SMD Bauweise aber bei der Berechnung leistet das Datenblatt nicht viel Hilfe.

    Dann noch eine Frage zur Spannungs bzw.Stromversorgung das ich nicht ganz kapiere.
    Die Steuerung läuft über Arduino jeweils über den „DOUT“ Pin (Siehe Schema) aber die A/V Versorgung über die Netzteile oder? Wie hast du das angeschlossen? Vor allem weil ja jede LED 5V braucht. Über dieses Teensy?

    Sorry wegen den Fragen =) aber ich habe mich noch nie so ein grosses LED Projekt gewagt.

    • Hallo Daniel,
      Versorgungsspannung ist normal über die Netzteile eingespeist, an den Stripes gibt es dafür durchgängige Leiterbahnen. Mit den 5V kann man dann auch Teensy/Arduino oder was auch immer betreiben. Für deine einzelnen LEDs musst du natürlich jede mit allen 3-4 Kabeln (+/-/Data*2) einzeln verkabeln.
      Die Kondensatoren sind ja lediglich für die Spannung, dass die konstant gehalten wird, falls diese durch die spontane Ansteuerung von mehreren LEDs kurzzeitig einbrechen sollte. Da weiß ich auch nicht genau, welcher Wert das ist, ich würde aber einen Kleinen wählen, damit der Strom schnell abgegeben werden kann. Je größer die Kapazität, desto länger dauert auch die Abgabe von der vollen Leistung.
      Ob du sie schlussendlich benötigst, hängt von der Qualität deiner Spanmungsquelle ab.
      Viel Spaß!

      • Hallo Luca,
        Vielen Dank für die Antwort! Das wird wohl ein ziemliches Gefummel vor allem weil die Kondesatoren so klein sind. Aber ja..
        Nur noch kurz: Auf Youtube meinte ein User das man die LED’s wenn per Arduino (mit Netzteil) betrieben theoretisch keine Transistoren von Nöten sind. Was hältst du davon?

        • Hallo Daniel,

          Transistoren oder Kondensatoren? Wenn du einen normalen ATmega328/168 benutzt, läuft der auf 5 V an den Pins. Solltest du einen Controller mit 3.3V Ausgang haben, solltest du an die Datenleitung einen Transistor/Amplifier zum Heben der Spannung auf 5V hängen (oder einen IC, wie 74HC245).

          Kondensatoren gibt es ja nicht nur in SMD-Bauweise, sondern auch normal bedrahtet, dann ist das nicht so fummelig.
          Ansonsten, wie gesagt, wenn die Spannungsversorgung so gut ist (bei 64 LEDs ist der Maximalverbrauch bei 3,2A) und keine Einbrüche hat (reguliert ist), dann sollten die Kondensatoren fast überflüssig sein.

          • Hi Luca,
            Vielen Dank für die Hilfe! Nein, der Controller bringt schon 5V nur dachte ich das sich diese nicht über die 64LED’s aufrecht erhalten lassen aber dann ist ja gut.

            Ja ein wenig Platz habe ich schon. Da könnte ich auch einen kleinen bedrahteten Cap hin machen. Ich glaube ich mach es mal. Die kosten ja nicht alle Welt. Ist zwar nur ein Prototyp aber wenn ich damit weniger Probleme habe ziehe ich das natürlich vor..

          • Hallo Daniel,
            In jedem WS2812 wird das Signal wieder aufbereitet, bedeutet nur wenn du lange Strecken zwischen Arduino und LED oder zwischen den LEDs selbst hast, müsstest du Transistoren einbauen. Alleinig dem Spannungsabfall über lange Strecken der Stromversorgung musst du entgegen wirken, die kann der Controller nicht wieder aufbereiten 😉

          • hello..
            Wie lang sind denn diese langen Strecken? 😉
            Bei den Kondensatoren ist es schon etwas schwieriger. Die bedratheten sind vor allem ab 50V+ ausgelegt. Die Kapazität denke ich sollte ev. so bei 0.22uF liegen. Zu viel bringts glaub auch nicht..

          • Also bei langen Strecken meine ich 2 Meter und aufwärts, es sei denn, du hast Supraleiter 😉
            Die Spannung ist nur ein Maximalwert, die kannst du ebenso gut für 5V nutzen. Lediglich bei Elkos ist es dann wieder kritischer. Ansonsten versuch es erst einmal ohne Caps und wenn es flackern sollte testest du die Kondensatoren.

          • Naja, dann bin ich mit meinen 35.5cm x 35.5cm ja noch gut dabei 🙂
            Ich schau mal welche Konditionen ich kriege. Sonnst versuch ichs mal. 🙂
            Danke auf jeden Fall nochmal für die Hilfe!

  5. Schick! Ich habe mich schon länger gefragt, ab welcher Auflösung das für Video Sinn macht 😉 Auf dem nächsten Shenzhen Trip wohl mal wieder bei World Semi vorbeifahren und dann mehr als die 4Meter vom letzten Mal mitnehmen.

    @Daniel Specht: Der Kondensator ist nicht für die LED, sondern nur der „übliche“ Bypass Kondensator für den Controller. Ich verwende grade für meine 5mm LEDs (PL9823, fast das gleiche wie die WS2812) 100nF, 6.3V – in 0402 einfach zwischen die Pins gelötet, löst das letzte Flackern.

    • Habe hier auch gerade an meinem BeagleBone eine von zukünftig 64 16×32 RGB-Matrizen. Bei gleichen oder sogar geringeren Kosten pro qm und Aufwand gibt es eine Auflösung von 10.000 statt 3.600 px/qm.

      Dann nehme ich das mit dem Kondensator zurück 😉

    • Achso? Jetzt wollte ich morgen mit der ganzen Löterei beginnen und sehe deine Antwort 🙂 Ja wegen Bypass hab ich auch schon was gelesen. Die Dinger kosten weniger als der Transport!

      Habe mir heute noch überlegt wie ich das ganze auf meinen 3x3cm Europlatine anrichte:
      http://www.file-upload.net/download-9933825/platte.jpg.html
      bei der Linie muss das Kupfer weg sonnst gibts einen Kurzschluss.. Jedenfalls wenn ich die Belegung die ich für mich nochmals aufgezeichnet habe stimmt:
      http://www.file-upload.net/download-9933845/circuit.v1.jpg.html
      Oder hat jemand eine bessere Idee als mit Messer die Schicht wegzumachen? 🙂

      • Also bei iTead kannst du dir 10 5×5 Platinen für $9 + Versand selber drucken. Wenn du dir die in 1,25×1,25 (abzgl. Beschnitt, trennen musst du die Unterplatinen selber) aufteilst, bekommst du 160 Platinchen, bei denen du nur noch Kondensator, LED und evtl. Pin-Header drauf setzen musst.
        iTead hat halt für China typische Lieferzeiten, Produktionszeit kann ich aufgrund des Volksfestes und Problemen mit den Mails nicht ganz definieren, ging an sich aber schnell.
        Ansonsten gibt es bei eBay 10 5x7cm Lochraster für 1,20 aus CN. Für 100 wärest du da ungefähr beim gleichen Preis, wie bei den Gedruckten. Mit deiner Streifenraster-Methode habe ich auch schon die eine oder andere Platine gemacht, nichts unkonventionelles. DIY halt 😉 Hab auch mit dem Schweizer und Dremel dann mir die Platine so hingebogen, wie ich die brauchte. Also Bühne frei 😉

      • Wobei, noch besser:
        nimm die Streifenraster, lege die LED 45° gedreht drauf und schneide nur einen Kontakt (DI/DO) durch. Dann kann GND und VCC durchlaufen, du brauchst dann nur noch einen Kondensator, der eine Leiterbahn überbrückt. Dann hast du die Daten in der Mitte – ist dann allerdings nicht so verpolungssicher, wie GND in der Mitte.

  6. Hi Luca,
    Da ich die CNC Fräse nun erst wieder im Januar bemühen kann, habe ich jetzt noch etwas Zeit um die Verkabelung anzuschauen. Dabei hat sich noch eine Frage aufgetan: Ich nehme an das ich die beiden Massen von der LED und dem Kondensator, zusammenlegen kann oder? (http://pl.vc/2ctgb) Bei den Strips sieht es zumindest auch danach aus.

    Aber ich überlege mir tatsächlich ob ich meine LED’s verkaufen sollte. Habe ein Angebot vorliegen und würde dann auch Strips kaufen und dort halt einfach die LED Segmente cutten. Der Vorteil ist, dass ich nur noch die Zu, Masse und Datenleitungen brauche aber das muss ich mir noch überlegen.

    • Hallo Daniel,
      also Masse ist in der Regel für alle Schaltkreise immer die gleiche – wenn du 12V und 5V hast, haben beide die gleiche Masse, es sei denn, sie kommen aus verschiedenen Spannungsquellen (Transformatoren z.B., Step-Downs hingegen belassen die Masse gleich).
      Meine Idee war ja deshalb:

      +  D  -
      |  V  |
      |  |  |
      |  ^  |
      |/   \|
      |\  */|
      |  v  |
      |  |  |
      |  V  |
      +  D  -
      


      Also +/- durchlaufend, D nur durch die LED verbunden. Der Stern soll die Kerbe an Pin 3 (VSS) darstellen. Das große V soll die „Flussrichtung“ der Daten angeben, oben also in, unten out. Positionsmäßig müsste das genau auf drei Zeilen einer 0.1″ Streifenraster passen.

      Ob du das ganze jetzt anders aufziehst, musst du für dich entscheiden. Ich habe bei meinen Projekten auch nicht immer die einfachste Variante genommen. Am Ende war ich aber stolz drauf (oder habe doch alles neue gemacht 😀 )

  7. Danke für deinen ausführlichen Beitrag. Hast du direkt vor die Ledstreifen noch MOSFETs oder Spannungsregler geschalten? Hast du ansonsten noch einen Kondensator direkt vor den strips eingebaut? Hier würde ich mich noch über nähere Infos zu freuen.

      • Danke für deine schnelle Antwort! Ich verstehe eine Sache nicht ganz, da hier ja relativ viel Ampere notwendig sind.

        Als Beispiel: Vom Netzteil bekommst du x Volt und 10 Ampere. Muss man für einen Microcontroller nun einen Spannungsregler verwenden der bis 10 Amp ausgelegt ist um auf 5V zu kommen oder ist hier der Verbrauch relevant sodass man einen kleinen Spannungswandler verwenden kann, welcher die Maximal lasst trägt? Oder wenn man X Stripes verwendet (Reihen), dass man 8 Spannungsregler a 3 Ampere vorhängt?

        Ich hatte mal was vergleichbares gelesen, wo Datenbus Receiver und Transmitter mit CAT Kabeln gebraucht wurden. Ich frage nur, da die Distanz Netzteil + Microcontroller und Strips doch einige Meter werden sollen.

        Hier mal ein Link: http://www.teknynja.com/2014/02/driving-ws2812neopixels-rgb-leds-over.html

        • Hallo Fabi,

          also ich habe 4x 5V/60A dahinter. Der Teensy wird separat über USB gespeist, könnte aber ebenso gut auch von einem der Netzteile versorgt werden. Hauptsache ist, dass man nur einmal 5V verbindet – alle Netzteile zusammen macht einmal laut Peng.
          Die WS laufen ja eigentlich eh nur mit 5V, ansonsten gibt es noch komische Lösungen mit einem Controller und 3 LEDs; Die laufen dann bei 12V – will aber keiner…
          Spannungsregler brauchst du daher nicht, 5V sind ja bereits gegeben. Wenn du da noch einen 5V Linearregler dazwischen packst, dann schafft der es nicht, weiterhin 5V auszugeben, sondern 4,2V oder so.

          Am besten die Wege zwischen Netzteil und Verbraucher möglichst klein halten und bei den Stripes nach 3m spätestens (!) neu Strom einspeisen.
          Ich habe anscheinend in meinem Eintrag ein Foto von der Rückwand vergessen, liefer ich mal nach 😉

          • Absoluten Respekt Luca! Meine Idee ist einen Barebone Arduino auf ein PCB mit Sensoren zu setzen und mit über die 5V zu betreiben mit den Strips. Nur die Höhe Ampere Zahl und ein Volt Regulator für den Ardu schrecken mich immo ab. Gemeint ist es so: es liegen X Amp durch das Netzteil an, wenn ich einen Regulator mit 1 AMp vor den Barebone Arduino hänge würde es laufen oder wäre der Regulator durch die hohen Ampere durch das Netzteil überlastet? Vielen Dank für deine Tipps! Gebrauchst du eine Lib ala Neopixel oder Fastled?

          • Hallo Fabi,

            also eigentlich sollte es da keine Probleme geben. So lange du keinen Kurzschluss drauf hast, sind die Ampere irrelevant. Aus der Steckdose kommen ja auch 16A und du kannst Geräte anschließen, die weniger verbrauchen 😉 An sich ist das ja nur eine Mindestanforderung immer mit den Ampere bei einem Gerät. Zur Sicherheit kannst du aber noch eine Sicherung dazwischen bauen (z.B. Flink 2A). Möchtest du den ATmega mit 3V3 betreiben oder wieso einen Regler? Die 5V kannst du wie gesagt direkt einspeisen.
            Bei der Videowall nutze ich die OctoWS Library, ansonsten greife ich für andere Projekte auch auf die NeoPixel zurück.

  8. Guten Tag,
    könnte mir jemand eine genaue Materialliste für so ein Projekt geben?
    Ich habe richtig bock auf sowas nur weiß ich nicht genau was man alles dafür braucht
    Ich bedanke mich schon mal für eine Antwort 🙂

    • Hallo Julian,
      in diesem Projekt wurden knapp 70m WS2812B-Stripes mit 60 LEDs/m benutzt (teuerste am ganzen Projekt), zudem noch 4 Netzteile 5V/80A (etwas überdimensioniert). Ein Teensy mit OctoWS-Adapter (hab hier noch welche) und entsprechend RJ45-Stecker bzw. halbierte Netzwerk-Kabel. Ein USB-Kabel für den Rechner, Stromkabel und sonst noch einige Kabel, um die Stripes untereinander zu verbinden. Das war es eigentlich auch schon an Material.
      Die Grundkonstruktion aus Holz und Plexiglas habe ich hier jetzt mal außen vor gelassen.
      Beste Grüße
      Luca

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